| Klosterfest 2010 |
Pressemitteilung
Regnerisches Wetter kann Festlaune nicht trüben
Kloster Kirchberg: Auch wenn es zeitweise vor allem die aufgespannten Regenschirme waren, die das Bild im Klosterhof prägten, von den Schauern ließen sich die Kirchberg-Besucher die Festlaune nur wenig trüben. Im Vergleich zum Vorjahr, als bei strahlendem Frühlingswetter mehr als 2000 Gäste auf den Kirchberg kamen, waren es zum 10. Jubiläum des Klosterfestes zwar etwas weniger Besucher, doch die Veranstalter zeigten sich zufrieden: „Es war doch erstaunlich, dass so viele Besucher dem Wetter getrotzt haben. Das zeigt uns, dass das Klosterfest für viele Menschen aus nah und fern eine mittlerweile feste Tradition geworden ist, die man sich auch durch schlechteres Wetter nicht nehmen lässt“, so der kaufmännische Leiter des Berneuchener Hauses Kloster Kirchberg, Wilhelm Harr.
Auf Schusters Rappen, mit Bollerwagen, auf dem Fahrrad oder mit dem Auto kamen die Maiausflügler. Das wohl ungewöhnlichste Gefährt hatten sich fünf Gäste aus Nordstetten ausgewählt. Edwin Kiefer war mit seiner Familie in einer vierspännigen Kutsche zum Klosterfest vorgefahren: „Wir kommen regelmäßig zum Klosterfest, bisher immer mit dem Fahrrad. Es ist einfach schön hier.“
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Das Blechbläserensemble "Heilix Plechle" beim Konzert auf dem 10. Kirchberger Klosterfest
Während der Regenschauer waren vor allem die überdachten Programmpunkte ein Renner, so drängten sich im Flohmarkt in der Scheuer die Schnäppchenjäger, um die Leiter der Klosterführungen bildeten sich dichte Trauben, die Märchenerzählerin zog Kinder und Erwachsene in der Bücherhöhle scharenweise in ihren Bann und die Plätze im Zelt, in der neu renovierten Schenke und im Café waren voll besetzt.
Die kulinarische Statistik vermerkt für das Klosterfest folgende Verzehrzahlen: 70 Kuchen und Torten allein im Café im Konventgebäude, wobei Sahnetorte besonders begehrt war, fast 250 Liter Bier und rund 80 Liter Maibowle aus frisch gesammeltem Waldmeister. Dazu hunderte Würste und Steaks, Vegetarisches und literweise Säfte.
Wie im letzten Jahr erwies sich die Klosterrallye als echter Renner. Die kniffligen Suchbilder ließen so manchen Erwachsenen auf dem Gelände verzweifeln, die Kinder dagegen hatten kaum Schwierigkeiten, die abgebildeten Gegenstände an den Gebäuden und im weitläufigen Areal zu finden.
Und nicht nur bei diesem Programmpunkt erwiesen sich die Gäste als wetterfest – auch der „Circus Elleboge“ mit Akrobatik, Jonglage und Ballonaktionen fand im Labyrinth oder unter einer großen Kastanie begeisterte große und Kleine Zuschauer und Mitakteure. Die Qi Gong Vorführung hatte die Organisatorin ob der Regengüsse kurzerhand vom idyllischen aber nassen Kreuzgang in den Kapitelsaal des Klosters verlegt.
Gartenfreunde kamen am Pflanzen- und Kräuterstand auf ihre Kosten. Die Gewächse aus dem Klostergarten, von Pfingstrosen über Frauenmantel bis hin zum Schnittlauch, wurden zugunsten der Neugestaltung des Heilpflanzenbereichs im Stillen Garten verkauft.
Auf dem Kunsthandwerkermarkt herrschte zwischen Holzarbeiten, Schmuck, Gefilztem und Glasobjekten reges Treiben – Bummeln ist eben auch bei Regen schön. Über das große Interesse der Besucher freute sich die Imker-Familie Gönner aus Sulz, deren Schaukasten mit einem Bienenvolk von Neugierigen umlagert war.
Gut besucht war auch das Mittagsgebet auf der Nonnenempore, für das die Hausgemeinde und Mitglieder der Berneuchener Gemeinschaften in einer kleinen Prozession im Klosterhof geworben hatten.
Das Blechbläserensemble „Heilix Plechle“, das in diesem Jahr zum ersten Mal auf dem Kirchberg zu Gast war und in der Johanneskirche ein 45-minütiges Konzert gab, sorgte mit seinem abwechslungsreichen Programm für einen weiteren Höhepunkt zum 10. Jubiläum des Klosterfestes.
Dagmar Kötting, Öffentlichkeitsarbeit Berneuchener Haus Kloster Kirchberg