| Nonnen, Ritter, Kommissare |
Neues und Interessantes aus der Klostergeschichte: Adolf Klek hat ein „Büchlein“ zur Geschichte des Klosters Kirchberg verfasst und erzählt von "Nonnen, Ritter, Kommissaren".
Kloster Kirchberg. Von „Nonnen, Rittern und Kommissaren“ handelt das gebundene „Büchlein“, das Adolf Klek aus Balingen zur Geschichte des Klosters Kirchberg verfasst hat. In den Jahren 1237 bis1855 haben die Menschen gelebt, anhand derer der Pädagoge nicht nur Klostergeschichte erzählt, sondern auch historische Zusammenhänge darstellt.
Die „Aussteigerin“ Elisabeth von Beuren, Graf Albrecht, Staatsmann und Minnesänger, eine „hungrige Pförtnerin“ und ein „himmlischer Bettler“, Barockbaumeister Josef Feuerstein und Kommissar Schnell – das sind nur einige der Personen, deren Lebensgeschichte Klek für sein Werk gesammelt und aufgeschrieben hat. Weil er den Pädagogen, der er nun mal sei, nicht verbergen könne und wolle, habe es ihm immer große Freude bereitet, sein Wissen auch an junge Menschen weiterzugeben. Mit seiner Begeisterung für vergangene Zeiten ist Klek nicht alleine: Die erste Auflage des 40 Seiten starken Büchleins ist bereits vergriffen, jetzt ist die zweite Auflage erschienen. Für den Verfasser bestätigt dies, dass allgemein das Interesse an Biografien groß ist: „Menschen machen Geschichte“, sagt er. Wer sich mit den Menschen beschäftige, lerne dabei immer auch etwas über die Zeit, in der sie gelebt haben.
Für jedes Jahrhundert Klostergeschichte hat Klek stellvertretend typische Menschenschicksale ausgewählt: So erfahren die Leser, warum Graf Burkhard III überhaupt ein Kloster gegründete hat und warum Frauen wie Elisabeth von Beuren nach geistlicher Gemeinschaft suchten. Sie lernen, warum die Reformationen die Pforzheimer Nonnen zum Umzug zwang und was die Säkularisation vor rund 200 Jahren bedeutete.
Seit 50 Jahren beschäftigt sich Adolf Klek mit der Geschichte des Kirchbergs: Vor 50 Jahren nämlich wurde das ehemalige Dominikanerinnenkloster der geistliche Sitz der drei evangelischen Berneuchener Gemeinschaften, deren Mitglied Klek ist. In unzähligen Archiven und Bibliotheken hat er seitdem gestöbert und dabei Interessantes und Neues ausgegraben. „Wie zum Beispiel Kommissar Schnell im Jahr 1806 den Klosterbetrieb aufgelöst hat, das war bisher nicht bekannt“, erzählt er. Auch ein „Brevier“ – das lateinische Gebetbuch eines Beichtvaters, das die Pforzheimer Nonnen auf den Kirchberg brachten – sei ein Fund, „bei dem ich selbst in Verzückung geraten bin.“ Das Brevier befindet sich in der Stuttgarter Landesbibliothek. Ein kleiner Ausschnitt ist auch in dem „Büchlein“ abgebildet. Andere Reproduktionen aus Urkunden und viele Zeichnungen von Holger Eickhoff, einem pensionierten Kinderarzt aus Ehingen, illustrieren, was in verständlicher Sprache und wissenschaftlich fundiert nachzulesen ist.
Das „Büchlein“ ist nicht Kleks erste Veröffentlichung, er hat bereits andere heimatgeschichtliche Broschüren und zahlreiche Aufsätze – auch zu schulpädagogischen Themen - für Zeitschriften verfasst. Und „Nonnen, Ritter, Kommissare“ wird wohl auch nicht sein letztes Werk bleiben: „Material habe ich genug“, erklärt er. Wenn es „Geist und Kraft“ erlaubten, versichert er, sei eine Fortsetzung der „Kirchberger Blätter“ durchaus möglich.
„Kirchberger Blätter: Nonnen, Ritter, Kommissare in der Klostergeschichte“ ist im Klosterladen des Kloster Kirchbergs und in der Buchhandlung Daniel in Balingen erhältlich und kostet 5,50 Euro. Es kann außerdem auch per Mail angefordert werden: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können