Kirchberg Logo Jubiläum - 50 Jahre Kloster Kirchberg

Aufatmen: Ein Angebot für Pfarrerinnen und Pfarrer
Neues Angebot: Bei einer Auszeit können Pfarrerinnen und Pfarrer von Sonntag bis Montag im Kloster Kirchberg neue Kraft tanken.

Kloster Kirchberg.  Am siebten Tage sollst du ruhn’ heißt es in der Bibel. Das gilt jedoch nicht für Pfarrerinnen und Pfarrer. Sie stehen Sonntag für Sonntag auf der Kanzel und halten Gottesdienst. Ihr Ruhetag ist eigentlich der Montag. Vielen Pfarrern aber fällt es schwer, an diesem Tag auch wirklich auszuspannen. Die Folge: Schon jetzt droht jedem zweiten Pfarrer der Burnout. Das Tagungs- und Einkehrhaus Kloster Kirchberg lädt katholische und evangelische Pfarrer mit einem neuen Angebot deshalb zum „Aufatmen“ in klösterlicher Stille ein.

Blick vom Klosterberg zum Hohenzollern Ein ganz normaler Montag im Pfarrhaus: Das Telefon klingelt und ein Gemeindeglied möchte wissen, ob die Kirchengemeinderatssitzung am nächsten Abend auch wirklich stattfindet, jemand läutet an der Tür und will kurz den aktuellen Gemeindebrief besprechen, auf dem Schreibtisch stapeln sich unbeantwortet Briefe. Die Verwaltungsaufgaben werden immer mehr, die Arbeitsbelastung vieler evangelischer und katholischer Pfarrer steigt. Die Folge: Aktuellen Untersuchungen zufolge droht jedem zweiten Pfarrer hierzulande das Burnout-Syndrom.

Nach Meinung von Psychologen und Ärzten ist es gerade in sozialen Berufen wie dem Pfarrberuf besonders wichtig, sich ab und zu eine Pause vom oft auch seelisch belastenden Arbeitsalltag zu gönnen. „Aber es ist schwer, sich eine solche Auszeit zu nehmen“, weiß Pfarrer Peter Schwarz, der geistliche Leiter des Berneuchener Haus Kloster Kirchberg. Vor allem, weil viele Pfarrer ihr Büro im Haus hätten und das Pfarrhaus als Anlaufstelle für alle Gemeindeglieder diene, falle einigen Kollegen das Abschalten auch an ihrem eigentlich freien Montag schwer.
Ort der Ruhe und Einkehr
Schon jetzt nutzen zahlreiche evangelische und katholische Theologen das idyllisch zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb gelegene Tagungs- und Einkehrhaus deshalb, um ein paar Tage auszuspannen. Im Kloster fänden sie die Rekreation, die sie bräuchten, um als Christenmenschen im Alltag zu leben, glaubt die evangelische Dekanin von Tübingen, Marie-Luise Kling-de Lazzer. Und Werner Baur von der Kirchenleitung der evangelischen Landeskirche in Württemberg ist überzeugt, mit seiner wunderbaren Lage, der Ästhetik seiner Räume und dem Rhythmus seiner Tagzeitengebete sei das Einkehrhaus „in der Hektik und Hetze unserer Zeit ein besonders wohltuender Ort der Ruhe und Einkehr“.
Aufatmen im Kloster Kirchberg
Für Pfarrerinnen und Pfarrer, die ihren freien Tag nicht zu Hause verbringen wollen, hat das Berneuchener Haus Kloster Kirchberg jetzt das neue Angebot „Aufatmen“ entwickelt, das speziell auf die Bedürfnisse von Seelsorgern abgestimmt ist: Es bietet ihnen die Möglichkeit, am Sonntag direkt nach dem Gottesdienst auf den Kirchberg zu kommen und dort bis Montagabend oder Dienstagmorgen neue Kraft zu tanken. „Abseits von der gewohnten Umgebung fällt das vielen Menschen leichter“, sagt Schwarz. Die Landschaft rund um den Kirchberg sei ideal für Wanderungen oder Spaziergänge, in den Gottesdiensten oder Tagzeitengebeten würden neue spirituelle Impulse vermittelt, „hier bekommt die Seele wieder Raum“, meint der evangelische Theologe. Und ergänzt, die Seele, sei schließlich das Handwerkszeug des Pfarrers. Und mit diesem Handwerkszeug sollten die Seelsorger deshalb sorgsam umgehen.
Preise:
Eine Übernachtung in einem Zimmer Kategorie I, inklusive Abendessen am Sonntag und Frühstück, Mittagessen und Abendessen am Montag: 69 Euro
Eine Übernachtung in einem Zimmer Kategorie II, inklusive Abendessen am Sonntag und Frühstück, Mittagessen und Abendessen am Montag: 59 Euro
Eine Übernachtung in einem Zimmer Kategorie III, inklusive Abendessen am Sonntag und Frühstück, Mittagessen und Abendessen am Montag: 55 Euro

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